Sie stehen vor zehn gleichen Kartons und wissen nicht mehr, in welchem das gesuchte Werkzeug liegt? Genau das passiert, wenn Sie ein Lager in der Nähe anmieten, aber ohne System einrichten. Wenn Sie Ihren Lagerraum organisieren, sparen Sie sich diese Suche – und gewinnen dabei spürbar mehr nutzbaren Platz. Denn ein Lager in unmittelbarer Nähe ist nur die halbe Miete. Ohne klares System verpufft die Zeitersparnis bei der Anfahrt schneller, als Ihnen lieb ist. Die gute Nachricht: Um Ihren Stauraum optimal zu nutzen, müssen Sie nicht gleich komplett umbauen. Es reicht, Ihren Lagerraum nach drei einfachen Prinzipien einzurichten:
Die folgenden Schritte zeigen, wie Sie dabei vorgehen.
Je öfter Sie etwas brauchen, desto näher am Eingang sollte es stehen. Teilen Sie Ihren Lagerraum gedanklich in zwei Zonen: vorne alles, worauf Sie regelmäßig zugreifen, hinten alles, was Sie nur selten oder saisonal brauchen. Für einen Handwerker heißt das zum Beispiel: Werkzeug und Material für laufende Aufträge griffbereit vorne, Palettenstellplätze direkt am Tor und Ersatzteile oder Saisonware weiter hinten. Für einen Online-Shop bedeutet es: aktuell laufende Bestseller vorne, Retouren und Archivware hinten.Planen Sie dabei auch den Weg dazwischen mit. Ein freier Gang in der Mitte oder an der Seite spart Ihnen bei jedem Besuch Zeit, weil Sie nicht erst Kisten umräumen müssen, um an die hinteren Reihen zu kommen, und Platz haben, um zum Beispiel den Hubwagen oder die Sackkarre zu wenden.
Regale schaffen deutlich mehr Stauraum als Kartons, die einfach auf dem Boden gestapelt werden. Nutzen Sie die Höhe Ihres Lagerraums konsequent: schwere Gegenstände unten, mittelschwere auf Hüfthöhe, leichte oder selten benötigte Dinge ganz oben. Das schützt Ihren Rücken und Ihre Ware zugleich: Ein umgekippter Stapel schwerer Kisten beschädigt schnell, was darunterliegt.Lassen Sie zwischen den Regalreihen genug Platz, um bequem durchzugehen, und stellen Sie nichts direkt vor das Sektionaltor. So bleibt der Zugang frei, und Sie können auch größere Teile ohne Umräumen hinein- und heraustragen.
Eine klare Beschriftung zeigt Ihnen auf einen Blick, was in welcher Kiste oder auf welchem Regal liegt. Schreiben Sie den Inhalt auf den Deckel und auf die Seite der Kiste, so erkennen Sie ihn auch dann, wenn mehrere Boxen übereinander stehen. Vergeben Sie feste Zonen pro Kategorie, etwa ein Regal für Werkzeug, eines für Material und eines für Unterlagen, und beschriften Sie auch die Regale selbst.Ein einfaches System reicht völlig: durchnummerierte Kisten mit einer kurzen Liste des Inhalts, oder Farbcodes für die einzelnen Kategorien. Wichtig ist nur, dass Sie das System konsequent beibehalten – ein halb beschrifteter Lagerraum hilft kaum mehr als einer ohne Beschriftungen.
Neben den drei Grundregeln helfen ein paar kleine Anpassungen dabei, Ihren Stauraum optimal zu nutzen:
So bleibt Ihr Lagerraum über die Zeit nutzbar, statt sich nach und nach wieder zuzustellen.
Zugriffshäufigkeit, optimale Stauraum-Nutzung und Beschriftung: Mit diesen drei Punkten holen Sie spürbar mehr Platz aus Ihrem bestehenden Lagerraum heraus, ohne dass Sie nach kurzer Zeit eine größere Einheit brauchen. Nehmen Sie sich für die Umsetzung einen Nachmittag Zeit und gehen Sie Zone für Zone vor, statt alles gleichzeitig umzuräumen. Der Aufwand lohnt sich: Jedes Mal, wenn Sie Ihre Einheit betreten, finden Sie, was Sie suchen – sofort.Und wenn sich Ihr Lager dann auch noch in Ihrer Nähe befindet, sparen Sie im Alltag wertvolle Zeit und Nerven.